Frei nach der Lebensart des Barock, bin ich der Meinung, dass in unserer heutigen Zeit der Tod leider zu einem der größten Tabu-Themen avanciert ist. Da hat nicht einmal die Pandemie ein Umdenken eingeleitet. Bei meinen Fotoshootings entstehen immer wieder einmal aktuelle Bilder für die Serie “Memento mori”. Um dem Tod einen Platz mitten im Leben zu geben. Ich denke das ist so wichtig, dass wir unsere eigene Sterblichkeit nicht verdrängen und dafür die Schönheit des Lebens Tag für Tag feiern.

Spätestens nach meiner letzten OP, nach der ich mir vor Augen führen durfte, dass mein Leben ganz massiv davon abhängt, meine Medikamente auch regelmäßig zuverlässig einzunehmen, bin ich dem Tode doch ein Stück näher als es wünschenswert wäre. Suizid ist kein Thema. Aber es war viel zu nah dran. Deshalb lasst uns das Leben feiern, indem wir dem Tod Raum im Leben geben.